Gemeinschaftliches Betreuen und Wohnen

Betreutes Wohnen, Kindertagesstätte und Altenpflegeheim sind architektonisch zu vernetzten; Kinder, Alt und Jung bekommen einen gemeinsamen Ort. Aus diesem Ansatz heraus entwickelt A-Z-Architekten ein integratives Städtebau-, Gestaltungs- und Freiflächenkonzept

Kompakt und linear 

Ein klarer, linearer Baukörper positioniert sich an der nördlichen Grundstücksgrenze. So orientieren sich alle großzügigen und lichtdurchfluteten Gruppen- und Wohnräume nach Süden zur Sonne. Die Nebenräume und einbündige Erschließung schirmen das Gebäude nach Norden ab.

Alles unter einem Dach

Das ganze Gebäude wird durch ein weit auskragendes Dach geschützt und beherbergt auf den verschiedenen Ebenen die unterschiedlichen Funktionsbereiche. Wichtig ist auch die barrierefreie Vernetzung der Geschosse und der Freiflächen, von denen nicht nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die Kinder und die Alten, sondern auch das Personal profitiert.

Mit viel Gemeinschaft

Das „Herz“ des Gebäudes sitzt zentral im 1. Obergeschoss als Schnittstelle zwischen Wohnräumen und Kita. Die Küche nennt sich Gemeinschaftsküche, der Mehrzweckraum ist ein Gemeinschaftsraum. Sämtliche Gruppenräume haben direkten Zugang zur großzügigen, sonnigen Freifläche.

Ankauf Realisierungswettbewerb „Verwaltungsgebäude für die MHI AG in Hanau-Steinheim“

Entwurfskonzept

Ein einfaches Rechteck ist die Grundlage für ein Kombibüro ähnliches Grundrissprinzip. Durch Ausschneiden, Subtrahieren und Verschieben des Baukörpers wird sensibel auf den wertvollen Baumbestand und das Bestandsgebäude reagiert. Das Volumen des einfachen Baukörpers wird durch die Bäume, die Blickbeziehungen und die Verbindungsbrücke übersichtlich und begreifbar gegliedert. Besonders wertvoll an diesem Ort ist die Schnittstelle zur Landschaft. Hier macht sich das Gebäude fest und gewährleistet kurze Wegbeziehungen zum Bestandsgebäude. 

Die drei Büroebenen im Neubau sind durch ein offenes Atrium miteinander verbunden. Um möglichst viel Tageslicht ins Gebäude zu bringen, ist die Überdachung des Atriums als Luftkissenkonstruktion konzipiert.  Bei dem System handelt es sich um eine sehr leichte, pneumatisch gespannte und dadurch kostengünstig zu realisierende Membrankonstruktion, bestehend aus einer dreilagigen ETFE-Folie. Auf eine Unterkonstruktion kann komplett verzichtet werden, sodass das Licht ungestört einfallen kann. Eine großzügige Freitreppe im Atrium verbindet alle Ebenen und gewährleistet eine gute Orientierung und Kommunikation zwischen den Mitarbeitern. Kommunikationsflächen in den offenen Zwischenzonen schaffen weitere Möglichkeiten der Interaktion. Auf einer Plattform, die über dem natürlichen Gelände schwebt, steht der erste und zweite Bauabschnitt. Unter dieser Plattform sind Stellplätze, Anlieferung, Technik und ein Kompaktarchiv angeordnet. Diese Ebene dient als unterirdische Verbindung zwischen Alt- und Neubau. Über diesen Nebenräumen befindet sich die Terrasse der Kantine – ein zentraler Treffpunkt für die Mitarbeiter.